Von Ozeanen zu Schluchten: Die Monde des Sonnensystems

Planeten sind selten alleine. Sehr oft haben sie Begleiter. Am 16. Februar 1949 (Jubiläum) entdeckte der Astronom Gerad Kuiper den Uranusmond Miranda. Er ist von Kratern übersehen und weißt Strukturen auf, die nicht von herkömmlichen Asteroideneinschlägen kommen können. Nach dem Vorbeiflug von Voyager 2 an Miranda, gibt es die Theorie, dass Miranda

Nein, kein Lichtjahre entfernter Planet. Unser Sonnensystem!
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mehrmals völlig zerstört wurde und in Einzelteile zerrissen wurde. Die Trümmer sollen sich durch die Gravitation angezogen haben, und den Himmelskörper wieder gebildet haben. Ursache könnte eine große Kollision oder große Gezeitenwirkungen des Uranus sein. Als fast sicher gilt heute die Theorie die besagt, dass Miranda in einer Resonanz zu den Nachbarmonden Ariel und Umbriel stand. Miranda umkreist Uranus in einer fast kreisrunden Umlaufbahn. Anders sieht das bei vielen kosmischen Nachbarn des Uranus aus. Europa, ein Mond des Jupiters, umkreist seinen Heimatplaneten auf einem stark elliptischen Orbit. Durch die Gezeitenwirkung von Jupiter wird Europa somit ständig gequetscht und gestaucht. Europa ist von einer Eisschicht umhüllt, die durch die dabei entstehende Reibungshitze an der Unterseite zum Schmelzen gebracht werden könnte. Somit wäre ein unterirdischer Ozean vorhanden, in dem auch Salz existiert. Da wir nicht abschätzen können, ob Leben sofort entsteht, sobald die richtigen Bedingungen herrschen oder es eines besonderen Zufalls bedarf, wissen wir nicht wie wahrscheinlich Leben auf Europa ist. Die wohl interessantesten Monde kreisen um den Nachbar des Jupiters. Um den Saturn. Auf zwei dieser Monde, wurde Wasser bewiesenermaßen gefunden. Auf Enceladus existiert wie es wahrscheinlich auch bei Europa ist, ein unterirdischer Ozean. Cassini bewies diesen Ozean, durch den Fund von Fontänen auf Enceladus, die das flüssige Wasser an die Oberfläche bringen. Dort gefriert es unmittelbar. Der größte Trabant des Saturn (steht Ganymed in seiner Größe nur wenig nach) ist Titan. Er ist der erdähnlichste Himmelskörper im Sonnensystem, da auf ihm ebenfalls nachweislich Ozeane existieren. Allerdings auf der Oberfläche. Eine Landschaft die auf den ersten Blick wie eine auf der Erde aussieht, mit Ozeanen, Flüssen, Seen und Schluchten. Titans Chemie ist uns jedoch fremd. Denn diese Meere sind nicht aus Wasser, sondern aus Methan. Leben ist jedoch auch in Titans Meeren nicht abwegig. Durch so viele exotische Monde, erhärtet sich bei mir der Gedanke, dass innerhalb unseres Sonnensystems Leben existiert. Wenn dies so ist, ist es nur noch Frage einiger Jahrzehnte, bis wir es entdecken. Die NASA schätzt auf 10-20 Jahre.

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