Sterne aus Neutronen

In ca. 800 Lichtjahren befindet sich ein schnell rotierender Neutronenstern. Um ihn herum befindet sich interstellare Materie und vermutlich ein Planet. Der Planet wird regelmäßig von seinem Mutterstern namens Geminga „geschält“. Geminga und sein Exoplanet bilden kein gewöhnliches Sternsystem. Geminga ist ein Pulsar, ein schnell rotierender Neutronenstern. Ein Neutronenstern bildet sich, wenn ein Stern mit der 1,44 bis ca. 3fachen Sonnenmasse beeindruckend durch eine Supernova verabschiedet. Die negativen Elektronen des Neutronensterns stürzen in die positiven Atomkerne. Elektrisch heben sie sich gegenseitig auf und bilden ein neutrales Neutron. Daher der Name Neutronenstern. Die Planeten die um Neutronensterne kreisen sind dunkel und kalt. Sie werden von radioaktiven Röntgenstrahlen durchlöchert und haben die Supernova entweder überlebt oder haben sich erst danach gebildet. Es gibt um Neutronensterne und weiße Zwerge eine zweite Generation von Planeten. Was würde passieren, wenn man einen Teelöffel Neutronensternmaterie entnimmt? Zunächst würde man vom Neutronenstern zerrissen werde, da der Pulsar die Füße stärker anzieht als den Kopf. 60 Millionen g wäre die Differenz. Da das beste aber noch bevorsteht, nehmen wir an man würde dies überleben und man entnimmt Neutronensternmaterie, die einem ungeheuren Druck ausgesetzt war, der plötzlich weg ist. Das Gas würde sich schlagartig ausdehnen. Aber das wahre Problem ist ein anderer. Der verstörende Druck im inneren eines Neutronensterns macht mit den Neutronen etwas Tolles. Er hält sie vom Zerfall ab. Nun, da er weg ist würden, die mit ca. 10 Minuten relativ langlebigen Neutronen plötzlich zerfallen. Die Folge wäre ein extremer Energieausstoß. Etwa die Energie die die Sonne in 2-3 Sekunden ausstößt. Man muss dabei beachten, dass ein Neutronenstern die 1,44-3fache Sonnenmasse hat, vom Volumen aber in eine Innenstadt passt. Somit kann man sich denken, was in einem Teelöffel Neutronensternmaterie steckt.

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