Lebensfreundliche Planeten um Rote Zwerge?

Der bis jetzt erdähnlichste bekannte Planet Kepler-438 könnte doch weniger erdähnlich sein als gedacht. Man vermutet, dass der stark aktive Mutterstern die Atmosphäre des Planeten vollkommen zerstört hat. Er könnte somit vielmehr dem Mars ähneln und eine Art „Supermars“ sein und weniger eine Supererde.

Kann es einen solchen Planeten geben?
Kann es einen solchen Planeten geben?

Der Planet kühlt schnell aus und ist der Strahlung des Sterns und des interstellaren Raums schutzlos ausgeliefert. Ozeane und Vegetation sind auf dem Planeten extrem unwahrscheinlich. Das vermeintliche Paradies könnte also eher eine radioaktive, ausgekühlte Welt sein. Den selben Vorgang hat man beim Gasriesen 51 Pegasi b beobachtet. Der Gasriese ist immer weiter ins Innere seines Sonnensystems eingedrungen und geht jetzt auf Tuchfühlung mit seinem Stern. Er wird in einigen Millionen Jahren verschwunden sein. Beide Planeten werden wahrscheinlich einen Schweif aus Gasen hinter sich herziehen und stark verzehrt sein. Der erdähnliche Planet erwies sich abermals als Fehler. Man fragt sich allgemein, ob es um stark aktive Sterne oder sogar Flaresterne, die meistens Rote Zwerge sind Leben geben kann. Wenn es so ist, könnte es deutlich mehr lebensfreundliche Planeten geben als ursprünglich gedacht, da über 80% der Sterne rote Zwerge sind. Diese stellaren Winzlinge revolutionieren unser kosmisches Weltbild komplett.

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