Ägypten: Hochkultur am Nil

Jedes Jahr trat im Alten Ägypten, vor etwa 5.000 Jahren der Nil über die Ufer. In Ägypten wurde dies gefeiert wie ein Fest. Doch wie kann man eine Überschwemmung feiern, die Dörfer und Feldgrenzen verwüstet? Diese Verluste waren es den Ägyptern wert.
 
 
Der Nil: Fluch und Segen zugleich
 
Obwohl der Nil jedes Jahr Zerstörung mit sich brachte, spülte er fruchtbaren Schlamm auf die Felder. Diese waren darauf bereit zur Aussaat. Die Ägypter begannen mit der systematischen Bewässerung ihrer Felder, durch den Nil, vor etwa 5.000 Jahren. Die Ägypter erarbeiteten einen Art Erntekalender.

Sirius A, der auch heute der hellste Stern des Himmels ist, kündigte den Ägyptern die Nilschwelle an.
Sirius A, der auch heute der hellste Stern des Himmels ist, kündigte den Ägyptern die Nilschwelle an.

Sie wussten, wann der Nil über die Ufer treten wird. Immer nach aufleuchten des Sothis-Sternes, folgte die nächste Nilschwelle. Der Sothis-Stern ist nichts anderes als Sirius A, der auch heute noch der hellste Stern des Himmels ist. Sirius benötigt ca. 1420 Jahre, um auf seiner scheinbaren Bahn, den Kalender der Ägypter zu durchlaufen.

 
 
Der Nilkalender
 
15. Juni-15.Oktober: Überschwemmung
 
Während der Überschwemmung wird fruchtbarer Schlamm auf die Felder getrieben. Währenddessen „dürfen“ die Bauern auf dem Hof des Pharaos arbeiten.
 
15.Oktober-15.Februar: Aussaat
 
Wenn der Wasserstand des Nil wieder sinkt, ist der fruchtbare Schlamm auf den Feldern verteilt. Die Aussaat kann nun beginnen.
 
15.Februar-15 Juni: Ernte
 
Wenn sich das Wasser zurückgezogen hat, konnte man Ernten, bis der Wasserstand des Nil schließlich wieder erhöht.
Ägypten ist ein generell trockenes Land. Landwirtschaft war früher schwierig. Um den Nil herum ist der Boden fruchtbar.
Ägypten ist ein generell trockenes Land. Landwirtschaft war früher schwierig. Um den Nil herum ist der Boden fruchtbar.

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