Adolf Grimme und der Grimme-Preis

Adolf Grimme

1889 wurde in Goslar, einer niedersächsischen Kleinstadt der Politiker, niedersächsische Kulturminister und Direktor des NWDR, Adolf Grimme geboren. Nach ihm wurde der Grimme-Preis und der Grimme Online Award benannt. Goslar ist 70 Kilometer von Hannover, 55 Kilometer von Göttingen und 90 Kilometer von Kassel entfernt. Als Sohn eines Bahnhofsvorstehers studierte er nach seiner Schulzeit in Halle, München und Göttingen Germanistik und Philosophie. 1922 trat er der SPD bei. 1930 bis 1932 war er außerdem in Preußen Minister für Volksbildung, Kunst und Wissenschaft. Von 1942 bis 1945 war er in Haft und in der Nachkriegszeit von 1946 bis 1948 war er Niedersächsischer Kultusminister. Seit 1948 leitete Grimme dann den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR). Dies tat er bis 1956. Fünf Jahre später, 1961 wurde der Grimme-Preis erstmals verliehen, der Fernsehsender auszeichnete und bis 2010 noch als Adolf-Grimme Preis verliehen wurde.

Der Grimme-Preis und der Grimme Online Award

Im Grimme-Preis (abgekürzt GOA) werden Fernsehsender ausgezeichnet die:„die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können“ Er wird in drei Phasen verliehen.

Phase 1: In der ersten Phase können Zuschauer, Produzenten, etc. Vorschläge einreichen. Die Vorschläge müssen einige Bedingungen erfüllen. Jährlich werden etwa 500 bis 600 potentielle Mitbewerber eingereicht.

Phase 2: Die Nominierungskommission entscheidet dann, welche der Angebote tatsächlich nominiert werden, also der Jury zur Entscheidung vorgelegt werden.

Phase 3: In der dritten und letzten Phase entscheidet dann die Jury, darüber wer die Preise tatsächlich gewinnt. Pro Kategorie werden maximal zwölf Preise verliehen.

Unter den Siegern waren schon einige sehr bekannte Angebote. Unter ihnen sind beispielsweise „Wikipedia, „n-tv“ und 11FREUNDE-Liveticker und einige bekannte Angebote des WDR. Angebote, die vor allem der Werbung dienen, sowie Projekte, deren Betreiber selbst in der Jury sitzen, sind natürlich von der Preisverleihung ausgeschlossen. Letzteres geschah 2007 und führte damit dazu, dass das Grimme-Institut diese Bedingung hinzugefügt hat.

Grimme Online Award 2017

„Nein, das Internet ist nicht kaputt. Aber sein Ruf ist ramponiert.“,äußert sich die Nominierungskommission in ihrem Statement. Durch Fake-News, rechtsradikale Hassreden und Bots, die vorgeben ein Mensch zu sein, glauben viele Menschen daran, ob das Internet wirklich zu den glorreichsten Erfindungen der Menschheit gehört. Dieses Jahr will das Grimme-Institut den guten Nutzen des Internets wieder hervorheben.

Grimme-Preis
Fake News, Hass und Verschwörungstheorien sind nicht alles. Das Gute im Netz wird zu wenig hervorgehoben.

Wie immer findet auch dieses Jahr eine Gala zur Verleihung des Grimme Online Awards statt. Die Jury, die sich aus Medienexperten, Literaturwissenschaftlern und Journalisten zusammenstellt muss aus vielen qualitativen und anspruchsvollen Angeboten einige auswählen, die einen Preis bekommen. Auch ihr könnt dies nun ganz einfach tun.

Auch das Blog „Wochenendrebell“ und der Podcast „Radiorebell“, die ich mit Papsi betreibe sind für den Grimme Online Award 2017 in Köln nominiert. In unserem Blog geht es um die Abenteuer, die ich und Papsi auf unseren Reisen durch verschiedene Stadien erleben.

 

Hier könnt ihr von und abstimmen:

http://www.grimme-online-award.de/2017/publikumsvoting/

Das ist eine meiner Lieblingsfolgen unseres Podcasts:

http://www.wochenendrebell.de/radiorebell-episode-13-asperger-autismus/

Meine Favoriten

Dies sind meine Favoriten für den GOA17:

Meer entdecken!

In der dreiteiligen Webdoku „Meer entdecken!“ widmet sich der Sender ARTE dem größten Ökosystem der Erde. Es geht um unsere Ozeane. Es geht unter anderem um die Gefährdung der Ozeane, durch Plastikmüll und dem Abbau von Rohstoffen.

http://future.arte.tv/de/meer-entdecken

 

Rette sie, wer kann

DER SPIEGEL verfolgt  mit der Multimedia-Reportage „Rette sie, wer kann“ ein Rettungsschiff, welches im Mittelmeer nach überfüllten Booten, in denen Geflüchtete sitzen sucht. Da die Videos und Fotos auch in 360° produziert werden, kann man die Bedingungen auf einem solchen Boot erschreckend ähnlich simulieren.

https://magazin.spiegel.de/SP/2016/42/147350568/index.html

 

Die mit den Händen tanzt

Der Hessische Rundfunk bietet die Multimedia-Reportage „Die mit den Händen tanzt“ an, in der es um Laura geht, deren Leidenschaft Musik ist. Sie dolmetscht Konzerte, damit die Musik auch taube Menschen erreicht. Die Reportage stellt sie und ihren Job detailliert vor.

http://reportage.hr.de/die-mit-den-handen-tanzt#3053

 

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