Sensation: Israelische Forscher züchten Knochen aus Gewebezellen

Gezüchtete Knochen

Sensation: Israelische Forscher züchten Knochen aus Gewebezellen: Bricht man sich einen Knochen, ist das nicht nur extrem unangenehm, sondern auch aufwendig und teuer. Oft sind Operationen nötig und wenn der Knochen dann falsch zusammenwächst, dann müssen die Ärzte ihn wieder brechen. Dies bezahlt zwar die Krankenkasse, ist aber trotzdem einfach total ineffizient. Was wäre, wenn das Problem mit einer Spritze gelöst wäre? Das haben israelische Forscher nun herausgefunden. Ein Patient hatte sich beim Fahrradfahren einen Knochenbruch am Schienbein zugezogen. Eine Operation war vergeblich und es wurde vermutet, dass er nie wieder gehen können würde. Laut Arzt des israelischen Haemek – Krankenhauses wurde die vier Zentimeter große Lücke durch den Nadel nicht geschlossen, die nun angewandte Methode war jedoch erfolgreich und bis jetzt weltweit einmalig. Das wird die Methode der Zukunft für Knochenbrüche – einige gehen noch weiter.

Aus Gewebezellen werden Knochen

Dem eigenen Körper werden durch eine Spritze Gewebezellen aus dem Bauch entnommen und im Labor künstlich vermehrt. Aus den wenigen abgenommenen Zellen wird so eine ganze Zellkolonie, die dann wieder an die Stelle des Knochenbruchs gespritzt werden. Dadurch, dass nur sogenannte Stammzellen weiterverwendet werden können, funktioniert die Transformation von Gewebezellen in Knochen. Stammzellen sind Zellen, die sich in jede mögliche Art von Zellen verwandeln können. Den meisten wird bei der Gastrulation im Mutterleib ihre Aufgaben zugeteilt, doch einige bleiben im Genom enthalten. Zunächst werden dem Gewebe diese Zellen entnommen und in eine Nährflüssigkeit gegeben. Diese lagert man dann in einer dem menschlichen Körper in Temperatur entsprechenden Raum. Die dadurch entstandene Halbflüssigkeit injizieren die Ärzte an die Stelle des Knochenbruchs. Als Stabilisator nutzen die Ärzte die Muskeln in der Umgebung des Knochen.

Der Knochen ist dann sogar stabiler als vorher. Er enthält Knochenmark und bei jugendlichen Patienten wächst er sogar noch weiter. Da die Zellen vom eigenen Körper entnommen wurden, gibt es keine Nebenwirkungen. Ein gezüchtetes Knochenteil war zehn Zentimeter lang. Jedoch können die Ärzte bis jetzt nur bis zu fünf Zentimeter lange Knochen implantieren, da man größere nicht mit Muskeln festigen kann. Es handelt sich jedoch nicht nur um eine Sensation in der Orthopädie, denn einige Mediziner halten die Entdeckung für weit umfangreicher.

Gewebezellen
Aus Stammzellen können theoretisch auch Hirnzellen werden. So stünde eine Revolution in der Medizin bevor, die weit über die Orthopädie hinaus geht.

Es spricht nichts dagegen

Die Idee aus Stammzellen bestimmte Zellen zu züchten ist schon älter. Jedoch beschränkt sie sich theoretisch nicht nur aus Knochen. Aus Stammzellen können auch Hautzellen, Leberzellen oder sogar Nervenzellen werden. So spricht nichts dagegen, dass man in Zukunft aus körpereigenen Stammzellen auch Herzen, Leber oder sogar bestimmte Korridore des Gehirns züchten kann. So ist man in Zukunft nicht mehr auf Organspende angewiesen und die Lebenserwartung der Menschen würde wieder einen kleinen Sprung machen. Um selbes Verfahren in Bezug auf das Gehirn anzuwenden sind noch viele Forschungen möglich, aber abgesehen von den direkten Folgen für die Orthopädie, zeigt es auch der gesamten Medizin, dass die Idee auch praktisch funktioniert und in einigen Jahren Normalität wird.

Hier erfahren sie etwas genauer, was Stammzellen sind.

 

Danke fürs Teilen dieses Beitrags.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.