Rekord-Sturm auf dem Mars gefährdet Opportunity

Totgesagte leben länger

Voyager, Kepler, Hubble: Dies sind alles Missionen, die die Erwartungen weit übertroffen haben. Sie waren Jahre oder Jahrzehnte länger aktiv, als es vorgesehen war. So ist das auch mit Opportunity. Aus 90 Tagen Forschungszeit machte sie 15 Jahre. Aus einem Streckenkilometer machte sie 40. Nachdem die Schwestersonde Spirit 2010 im Marswinter „erfroren“ ist, könnte jetzt auch Opportunity lahmgelegt werden. Schone ein viertel des Planeten ist von einem dichten Sandschleier umhüllt und es wird auf den ganzen Planeten hinauslaufen. Für einige Sonden ein interessantes Forschungsobjekt, für ältere Sonden eine große Gefahr. Da Opportunity im Moment sowieso kein Licht mehr empfängt, befindet sie sich im Ruhemodus.

Es ist jedoch ungewiss, ob sie je wieder aktiv wird. Mit Sonden wie Curiosity, Phoenix oder Mars InSight, die sich gerade noch auf dem Weg befindet und bald auf dem Mars ankommen wird ist auch reichlich Ersatz da. Jedoch wurde Opportunity schon öfter komplett abgeschrieben, doch bis jetzt überlebte sie alles, was der Mars zu bieten hatte. Im Bereich, in dem sich Opportunity gerade befindet, kommen lediglich 0,01 % der Sonnenstrahlung auf dem Boden an und speisen Opportunitys Solarzellen mit Energie. Solange der Rover jedoch noch eine gewisse Temperatur hat, die er eindeutig hat, kann er noch Daten zur Erde schicken.

Opportunity
Opportunity könnte diesem Sturm zum Opfer fallen.

Noch ein regionaler Sturm

Zwar ist dieser Sandsturm schon jetzt einer der dichtesten, die je auf dem Mars beobachtet worden sind, jedoch beschränkt er sich noch auf knapp ein Viertel des Planeten. Auf der anderen Seite des Planeten nimmt Curiosity nämlich nur eine leichte Trübung des Sonnenlichtes wahr. Wahrscheinlich wird dieser Sturm in einigen Wochen oder Monaten den gesamten Planeten umfassen und auch Curiosity bedecken. Für ihn ist das jedoch eher eine Chance als ein Risiko. Er bezieht seine Energie nicht aus Sonnenlicht und kann den Sturm so mit voller Kraft beobachten. Durch diese Daten, die Curiosity zur Erde sendet, könnte man womöglich eine Art „Wettervorhersage“ für den Mars treffen. Die NASA hat aufgerüstet. Noch nie waren so viele Sonden, Roboter und Rover auf dem Mars zu Gange. Einige werden ihn von Boden erleben, einige aus der Luft und einer womöglich sogar beim Anflug auf den Mars.

Jeder aus seiner eigenen Perspektive

Auch InSight könnte rechtzeitig auf dem Mars ankommen. Sie landet jedoch in der Nähe vor Opportunity, dort wo der Sturm noch nicht besonders ausgeprägt ist. Der Sturm wird keine Gefahr für die Sonde. Nur Opportunity könnte ihm zum Opfer fallen. Insgesamt ist das für die Wissenschaftler aber immer noch ein rentables Geschäft, denn schließlich wäre eine Wettervorhersage des Mars für künftige menschliche Siedler durchaus hilfreich.

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