Mond-Adventskalender: Dysnomia

23.Dezmeber: Dysnomia

Monde sind faszinierende Himmelskörper. Sie sind komplett aus Eis, sehen wie Schwämme aus, haben Ozeane unter ihrer Oberfläche oder Seen und Flüsse darauf. Im letzten Jahr gab es den äußerst erfolgreichen Exoplaneten-Adventskalender. Dieses Jahr gibt es laut der Abstimmung, die ich auf Twitter eine Woche liefen lies, 24 Monde. 24 Monde im Sonnensystem zu besuchen, ist eine Reise von Vulkanen, die bis fast bis ins Weltall reichen, zu Geysiren, die Wasser ins All schleudern und Ozeanen, die womöglich sogar Leben beherbergen. All das sind Welten, die wir mit Robotern besuchen können und das teilweise auch schon getan haben. Direkt vor unserer kosmischen Haustür gibt es diese exotischen Welten. Also, begeben wir uns auf die abenteuerliche Reise zu 24 außergewöhnlichen Monden unseres Sonnensystems.

Viel Spaß und schöne Adventszeit!

Wir begeben uns immer weiter ins Sonnensystem, bis ans Ende des Kuipergürtels und noch weiter. Doch bevor wir endgültig in die schwarzen Weiten des Alls abtauchen, begegnet uns noch ein weiterer Zwergplanet. Größer als Pluto und trotzdem weniger bekannt: Eris. Eris ist der größte Zwergplanet des Sonnensystems, aber auch über 67 Astronomische Einheiten entfernt und damit gerade noch so an den Ausläufern des Kuipergürtels. Das macht ihn sehr schwierig zu erforschen. Sicher ist jedoch, dass er einen Mond namens Dysnomia hat. Dort hört die Gewissheit allerdings schon auf.

Name: Dysnomia

Zentralkörper: Eris

Entfernung zu Zentralkörper: 37.350 Kilometer

Umlauf um Zentralkörper: 15 Tage, 8 Stunden, 31,7 Minuten

Durchmesser: 100-490 Kilometer

Besucht von: –

Besonderheiten: ?

Zusammensetzung ungewiss

Man weiß nicht viel über Dysnomia, den Mond von Eris. Nicht einmal die chemische Zusammensetzung ist klar. Womöglich bestehen sie im Innern fast ausschließlich aus Wassereis, doch nur durch erdgebundene Untersuchungen und Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops lässt sich auch nicht allzu viel feststellen. Selbst der Durchmesser ist nur so ungenau bestimmt, dass man sich nicht sicher ist, ob der Mond massereich genug für eine runde Form ist. Auch durch diesen großen Unsicherheitsfaktor lässt sich der Aufbau Dysnomias schwierig herausfinden.

Dysnomia: Entstanden wie der Erdmond?

Auch über die Entstehung Dysnomias ist wenig bekannt. Aber es wird als wahrscheinlich angesehen, dass Dysnomia ähnlich entstanden ist wie der Erdmond. Eris muss in seiner Urzeit eine gewaltige Kollision erlebt haben. Trümmer von Eris und des Impaktors sammelten sich im Orbit um Eris und bildeten Dysnomia. Das würde erklären, dass Eris nur einen, relativ massereichen Mond hat, wie auch die Erde.

Ein weißer Fleck

Dysnomia ist einer der letzten weißen Flecke auf der Landkarte des Sonnensystems. Mehr könnte man zum einen durch die nächste Generation von Superteleskopen auf dem Boden und im All und zum anderen durch eine Forschungsmission zu Eris herausfinden. Es gibt mehrere Studien über eine solche, doch in dieser Preissparte haben drei andere Missionen zeitlichen Vorrang, Europa Clipper, der die Zusammensetzung von Europas Ozean bestimmen soll, Mars 2020 Rover, der die Bewohnbarkeit des Mars untersuchen soll und eine Mission zu Uranus und seinen Monden. Doch langfristig hat die NASA einen Besuch beim zweiten großen Zwergplaneten im Sonnensystem auf dem Schirm.

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