Mond-Adventskalender: Didymoon

2.Dezember: Didymoon

Monde sind faszinierende Himmelskörper. Sie sind komplett aus Eis, sehen wie Schwämme aus, haben Ozeane unter ihrer Oberfläche oder Seen und Flüsse darauf. Im letzten Jahr gab es den äußerst erfolgreichen Exoplaneten-Adventskalender. Dieses Jahr gibt es laut der Abstimmung, die ich auf Twitter eine Woche liefen lies 24 Monde. 24 Monde im Sonnensystem zu besuchen, ist eine Reise von Vulkanen, die bis fast bis ins Weltall reichen, zu Geysiren, die Wasser ins All schleudern und Ozeanen, die womöglich sogar Leben beherbergen. All das sind Welten, die wir mit Robotern besuchen können und das teilweise auch schon getan haben. Direkt vor unserer kosmischen Haustür gibt es diese exotischen Welten. Also, begeben wir uns auf die abenteuerliche Reise zu 24 außergewöhnlichen Monden unseres Sonnensystems.

Viel Spaß und eine schöne Adventszeit!

Wie verlassen das Erde-Mond-System und reisen durch das Sonnensystem. Unser nächstes Ziel ist ein erdnaher Asteroid namens Didymos. Didymos ist griechisch für „Zwilling“, womit man sich denken kann, dass Didymos nicht allein ist. Der lediglich 800 Meter große Asteroid wird von einem Mond umrundet, der 170 Meter groß ist. Die Entfernung zwischen Didymos und seinem Begleiter Didymoon beträgt 1,1 Kilometer, also ein System im Mikromaßstab. Nicht nur Planeten können Monde haben, sondern auch Asteroiden. Ein solche schräges System zog natürlich die Aufmerksamkeit der NASA auf sich.

Name: Didymoon (offiziell Didymos B)

Zentralkörper: Didymos

Entfernung zur Zentralkörper: 1,1 Kilometer

Durchmesser: 170 Meter

Besucht von: AIDA (geplant)

Besonderheiten: Mond um erdnahen Asteroiden

Eine Mission namens zu Didymoon

Für 2024 plant die Weltraumbehörde NASA die Raumsonde AIDA ins Didymos-System zu schicken. Sie soll mit 6 Kilometern pro Sekunde in Didymoon einschlagen. Laut Berechnungen wird das die Bahn von Didymoon um Didymos um einen halben Millimeter pro Sekunde verlangsamen. Von mitgeführten CubeSats, also kleinen Mini-Satelliten wird beobachtet, ob der Impakt die Bahn von Didymoon um Didymos und damit auch die Bahn von Didymos um die Sonne signifikant verändert hat. Gelänge dieses Unterfangen, so wäre das der Beweis für die Machbarkeit von Asteroiden-Abwehr und Planetarer Verteidigung.

Mitgeführt werden soll der Lander MASCOT 2 des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt. MASCOT 1 ist dieses Jahr erfolgreich auf dem Asteroiden Ryugu gelandet. MASCOT 2 soll die chemische Zusammensetzung des Bodens des Asteroidenmondes analysieren.

Erdnahe Asteroiden

Die Erforschung erdnaher Asteroiden wie etwas Didymos mit seinem Mond Didymoon ist ein wichtiger Bestandteil der Weltraumforschung. Zum einen, um potentielle durch Asteroideneinschläge drohende Gefahren abzuwehren, aber auch als Chance. Das neue Orion-Raumschiff der NASA wurde nämlich extra auch für bemannte Flüge zu erdnahen Asteroiden entworfen.

Der ursprüngliche Plan der Asteroid Redirect Mission wurde zu Gunsten einer Raumstation um den Mond (LOP-G) gestrichen, aber die NASA hat mit einer neuen Studie begonnen. Es geht um einen bemannten Flug zum erdnahen Asteroiden 2000SG344, denn erdnahe Asteroiden sind auch gute Ziele für bemannte Missionen. 2000SG344 wiegt nur eine Tonne. Das Orion-Raumschiff würde sich mit einem Haken festklammern und die Astronauten würden eine Woche in der Kapsel verbringen. Für Außenbordeinsätzte müssten sie über die Oberfläche schweben, natürlich gesichert, denn ein Huster und man fliegt hinaus ins All. Asteroidensysteme wie Didymos und Didymoon haben große Ähnlichkeiten mit Planetensystemen, allerdings sind sie kleiner und besser zu erreichen.

Erdnahe Asteroiden sind interessante, gefährliche, aber auch potentiell wirtschaftlich wertvolle Himmelskörper. Didymos und Didymoon werden sicherlich in den kommenden Jahren besuch von der Erde bekommen. Dann wissen wir, ob wir im Ernstfall reagieren können und wir wissen mehr über Didymos und Didymoon.

Danke fürs Teilen dieses Beitrags.

3 Gedanken zu „Mond-Adventskalender: Didymoon&8220;

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.