Mond-Adventskalender: Charon

21.Dezember: Charon

Monde sind faszinierende Himmelskörper. Sie sind komplett aus Eis, sehen wie Schwämme aus, haben Ozeane unter ihrer Oberfläche oder Seen und Flüsse darauf. Im letzten Jahr gab es den äußerst erfolgreichen Exoplaneten-Adventskalender. Dieses Jahr gibt es laut der Abstimmung, die ich auf Twitter eine Woche liefen lies, 24 Monde. 24 Monde im Sonnensystem zu besuchen, ist eine Reise von Vulkanen, die bis fast bis ins Weltall reichen, zu Geysiren, die Wasser ins All schleudern und Ozeanen, die womöglich sogar Leben beherbergen. All das sind Welten, die wir mit Robotern besuchen können und das teilweise auch schon getan haben. Direkt vor unserer kosmischen Haustür gibt es diese exotischen Welten. Also, begeben wir uns auf die abenteuerliche Reise zu 24 außergewöhnlichen Monden unseres Sonnensystems.

Viel Spaß und schöne Adventszeit!

Wir verlassen die Zone der Planeten und reisen weiter in Richtung der Grenze des Sonnensystems. Dabei durchqueren wir den Kuipergürtel, eine flache Region, in der zahlreiche Asteroiden, Kometen und Zwergplaneten ihre Bahnen um die Sonne kreisen. Der wohl populärste davon ist Pluto. Er ist auf der Erde den meisten Menschen wegen der Debatte über seinen Planetenstatus bekannt. Doch egal ob Planet oder nicht, er ist ein sehr spannender Himmelskörper, mit gleich fünf Monden. Ich vertrete eigentlich eine anderen Meinung über die Anzahl der Monde Plutos, aber dazu später mehr. Der auffälligste Begleiter Plutos ist Charon.

Name: Charon

Zentralkörper: Pluto

Entfernung zu Zentralkörper: 19.571

Umlauf zum Zentralkörper: (Umlauf um gemeinsames Baryzentrum: 6 Tage, 9 Stunden, 17 Minuten)

Durchmesser: 1.208 Kilometer

Besucht von: New Horizons

Besonderheiten: Doppelzwergplanet, Kryovulkanismus,

Eigentlich ein Doppelzwergplanetensystem

Neben der Planetendebatte, gibt es eine weitere Kontroverse rund um das Pluto-System. Eigentlich umkreist Charon gar nicht Pluto, sondern Charon und Pluto umkreisen sich gegenseitig, da die Entfernung und der Größenunterschied zwischen ihnen so klein ist. Eigentlich handelt es sich bei Charon also gar nicht um einen Mond des Pluto. Pluto und er sind ein Doppelzwergplanet, würde jeder rationale Mensch sagen. Doch die Internationale Astronomische Union hat über den Status Charons gar nicht diskutiert. Offiziell ist Charon also tatsächlich der Mond des Plutos.

Geologische Aktivität auf Charon?

40 Astronomische Einheiten von der Erde entfernt, rechnet man ganz sicher nicht mit geologischer Aktivität. Doch nachdem Pluto schon mit einem blauen Himmel, Schnee und Gletschern beeindruckte, hatte auch Charon einige Überraschungen auf Lager. So ist die Oberfläche Charons extrem glatt und fast kraterfrei. Dies deutet auf eine junge Oberfläche hin, die öfter durch geologische Prozesse verformt wird. Extrem hohe Canyons deuteten auch auf ehemalig vorhandene Plattentektonik hin. Vermutlich drifteten die Platten auf einem ehemaligen subglazialen Ozean, auf den mehrere Indizien hinweisen. Auch Kryovulkanismus wurde auf Charon beobachtet. Doch wir wissen sehr wenig über den Aufbau Charons, daher können wir auch nicht sagen, was Charons Vulkane spucken und wo es herkommt. Dafür sind wohl weitere Missionen zu Pluto und Charon nötig.

Danke fürs Teilen dieses Beitrags.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.