Erste Pläne für neue Mondlandefähre

Die Mondlandefähre: Eine Lücke auf dem Weg zum Mond

Pläne für neue Mondlandefähre: In der Raumfahrt ist ein Mond-Hype ausgebrochen. Im Erdorbit gibt es laut NASA nicht mehr viel zu holen, den überlässt sie lieber kommerziellen Unternehmen wie SpaceX oder Boeing. Die NASA hingegen möchte wieder tiefer hinaus ins All, bis zum Mars und noch weiter. Zunächst beinhaltet das im letzten Jahr veröffentlichte Programm aber eine Rückkehr zum Mond. Anders als die Mondflüge des Apollo-Programms soll dieses Projekt allerdings nachhaltig sein. Wie im Erdorbit wollen NASA, ESA, JAXA und andere ISS-Partner eine flexible und langfristige Infrastruktur im Raum um und auf dem Mond errichten. Das Kernstück dieser Pläne ist zunächst eine Internationale Raumstation namens Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G), die den Mond umkreisen soll oder an einem Lagrange-Punkt zwischen Erde und Mond platziert werden soll. Momentan ist ein hochelliptischer Mondorbit jedoch der wahrscheinlichste Standort der Raumstation.

Zubringer soll das von der NASA und der ESA gebaute Orion-Raumschiff sein, welches Menschen zum Mond, zum Mars und auch zu einem Asteroiden bringen kann. So werden im nächsten Jahrzehnt sich dauerhaft Menschen am Mond aufhalten. Zumindest beinahe dauerhaft, denn das Lunar Orbital Platform-Gateway soll nicht ständig bemannt sein. Auch eine entsprechende Rakete, die Menschen (und Raumsonden) wesentlich tiefer ins All bringen kann wird gebaut, das sogenannte Space Launch System. Doch ein wesentlicher Bestandteil fehlte in den Mondplänen der NASA bis jetzt noch.

Oberfläche des Mondes lukrativ

Der Orbit des Mondes oder der Raum um den Mond, den man auch cislunaren Raum nennt ist ein guter Standort für das LOP-G. Von dort aus wird man Raumsonden zu den äußeren Planeten starten können, die dann wesentlich massereicher und somit auch komplexer und vielfältiger als jetzt sein werden, da man die Fragmente einzeln zur Station bringen, dort zusammenbauen und starten kann. Auch Menschen werden von dort aus zum Mars fliegen, womöglich auch irgendwann zu einem Asteroiden. Doch der ganz große Wurf ist natürlich ein anderer.

Man müsste die Ressourcen für die Raumsonden, Häuser und eines Tages sogar ganze Siedlungen natürlich am besten direkt vor Ort bekommen. Dann wäre man vollkommen autark. Man könnte massenhaft Menschen dort ansiedeln. In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts wären sogar Geburten auf dem Mond möglich. Das ist momentan noch Science Fiction, doch das LOP-G könnte all diese Möglichkeiten eröffnen. All das passiert allerdings auf der Mondoberfläche und dafür braucht man eine Mondlandefähre.

Mondlandefähre
Nun sind die Mondpläne der NASA vollkommen.

NASA konkretisiert Pläne

Diese Lücke stopfte die NASA jetzt im September, denn die Behörde nannte einen Plan für eine neue Mondlandefähre. Der NASA-Partner Lockheed Martin hat sie entworfen und wird sie auch bauen. Sie soll, genauso wie das LOP-G selbst vier Menschen Platz bieten. Zusätzlich sollen pro Flug 900 Kilogramm Nutzlast mitgeführt werden, um Konstrukte wie Teleskope, wissenschaftliche Instrumente, Rover und eines Tages auch Material für Gebäude auf die Mondoberfläche zu bringen. Die NASA will die Mondlandefähre mit einer SLS-Rakete von der Erde zum LOP-G bringen. Dort soll sie dann aber bleiben und nie zur Erde zurückkehren.

Da sie dann nicht in die Erdatmosphäre eintreten muss, wird sie wiederverwendbar sein. Sie soll nur zwischen dem LOP-G und der Mondoberfläche pendeln. Am LOP-G soll man sie dann auftanken. Zunächst wird der Treibstoff per Orion von der Erde zur Station gebracht, eines Tages wird er vielleicht auf der Mondoberfläche hergestellt. Die Mondlandefähre basiert auf dem Orion-Konzept. Mit ihr sollen Menschen dann auf dem Mond landen und Höhlen und Krater erforschen. Man könnte die Mondlandefähre auch modifizieren und für eine Landung auf einem Asteroiden nutzen. So stellt sich Lockheed Martin die Mondlandefähre vor.

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