Eine neue Art von Supernova?

Anders als alles was wir kennen

Eine Supernova ist schon lange nichts besonderes mehr. Ein massereicher Stern kollidiert, die Hüllen werden abgestoßen und der Kern wird so dicht, dass ein Neutronenstern oder ein Schwarzes Loch entsteht. Wie gewöhnlich. Doch der Stern iPTF14hls verhält sich komplett anders. Vor fünf Jahrzehnten explodierte der Stern in einer Supernova. Astronomen hielten ihn für „tot“, doch nun im Jahr 2017 passierte etwas sehr eigenartiges…

Supernova
Wissenschaftler kennen Supernovae schon seit langer Zeit. Doch nun verblüfft ein Fall die Astronomen.

Wiedergeboren

Es scheint als wäre das Leben von iPTF14hls vorbei. Doch vor kurzem explodierte der Stern ein zweites Mal. Dies widerspricht allen Kenntnissen die wir über Supernovae wissen. Nach einer Supernova kollabiert der Kern normaler Weise, doch in diesem Fall muss wohl noch genug Fusionsmaterial vorhanden gewesen sein, damit der Stern nicht stirbt. Doch in diesem Fall hätte es nicht zur Supernova kommen dürfen. Es ist schwieriger als gedacht. Die Supernova kann erst eintreten, wenn eben KEIN, oder besser gesagt wenig Fusionsmaterial vorhanden ist, doch das dies nach einer Supernova der Fall ist, ist wirklich ungewöhnlich. Eine  der Prozesse der Astrophysik, die am besten verstanden sind ist wohl doch noch nicht komplett verstanden.

Eine komplett neue Supernova

Wir haben ein erneutes Erleuchten eines Sterns schon öfter beobachtet, jedoch handelte es sich bei diesen Sternen um weiße Zwerge mit einem Partnerstern, die erloschen sind, aber Materie vom Begleitstern aufsaugen und so ein zweites Mal explodieren. iPTF14hls ist jedoch weder ein weißer Zwerg, noch hat er einen Begleitstern. Schon seit einiger Zeit ist eine Art der Sternexplosion postuliert, die „Pulsational Pair Instability“. Bei diesen Sternen ist eine mehrfache Explosion auch ohne einen Begleitstern denkbar. Durch die Temperaturen im Kern wird Materie in Antimaterie umgewandelt, die darauf explodiert. Dadurch entsteht Energie, welche die Hülle Stück für Stück zerstört, bis auch der Kern schließlich kollidiert.

Im heutigen Universum wären diese Explosionen atypisch, so etwas sollte es heute eigentlich nicht geben. Die Explosion von jPTF14hls passt in keine der gängigen Modelle und stellt damit womöglich eine komplett neue Art von Supernovae dar.

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