Drake-Gleichung: Wie viele technische Zivilisationen gibt es?

Jeder sechste Stern

Es ist schwierig zu schätzen, wie viele Zivilisationen es gibt. Wir wissen nicht, wie schwierig die Entstehung von Leben ist. Da auf der Erde das Leben direkt nach dem Abkühlen des Planeten entstanden ist, geht man davon aus, dass Leben relativ einfach entsteht. Aber wir wissen auch nicht wie oft sich aus Leben eine technische Zivilisation entwickelt. Vielleicht ist es ein seltener Sonderfall. Auf dem Mars könnte Leben entstanden sein, aber es wurde wieder ausgelöscht. Dann könnte es noch einmal entstanden sein und dann wieder ausgelöscht worden sein. Leben braucht eine stabile Umwelt und eine gewisse Zeitspanne um Intelligenz zu entwickeln. In 4,5 Milliarden Jahre Erdgeschichte ist es nur ein Mal dazu gekommen. Man geht zumindest davon aus, dass jeder sechste Stern einen potentiell Habitaten Planeten beherbergt. Im Sonnensystem wäre das bei der Erde und dem Mars der Fall. Diese Schätzung ist die Grundlage für die Drake-Gleichung.

Intelligenz ist schwierig

Wenn jeder sechste Stern mindestens einen habitablen Planeten und es in der Milchstraße 300 Milliarden Sterne gibt bedeutet das eine Fülle von habitablen Planeten. Die Frage ist auf wie vielen Leben entsteht. Wir wissen nicht wie wahrscheinlich es ist, da wir kein außerirdisches Leben kennen. Möglicherweise könnte auf jedem zweiten habitablen Planeten Leben entstehen. Doch das wirklich schwierige ist, einzuschätzen wie häufig Intelligenz entsteht. Die Gattung Homo existiert seit zwei Millionen Jahren und hat eine Hochkultur geschaffen. Dinosaurier gab es über 100 Millionen Jahre lang und sie haben keine Intelligenz entwickelt. Zeit und Dominanz alleine reicht wohl nicht aus. Wir wissen es nicht und können auch hier nur schätzen. Wir vermuten, dass auf einem von hundert belebten Planeten Leben entsteht.

Zivilisationen
Mit der Drake-Gleichung lässt sich berechnen, wie viele intelligente Zivilisationen es gibt.

10.000 in der Milchstraße

Aber es gibt noch einen Faktor den wir berücksichtigen müssen. Wie lange lebt eine intelligente Zivilisation, wenn sie erst einmal entstanden ist. Wir Menschen senden erst seid rund 50 Jahren Signale ins All. Doch in den letzten 50 Jahren ist viel Schreckliches passiert und wir haben schon mehrmals unsere Gewaltbereitschaft unter Beweis gestellt. Vielleicht haben auch Aliens das Potential der Atombombe entdeckt – und konnten damit nicht gut umgehen. Aus den geschätzten Faktoren einer neuen Studie errechnet sich eine Anzahl von 10.000 intelligenten Zivilisationen in der Milchstraße. Die nächste technische Zivilisation befindet sich also durchschnittlich ca.2000 Lichtjahren Abstand. Ein Signal, welches sie erreichten soll braucht also 2.000 Jahre. Ihre Antwort bräuchte ebenfalls 2.000 Jahre. Doch wer weiß, was in 4.000 Jahren auf der Erde los ist? Eine andere These sagt, dass die meisten Aliens vor oder nach uns existieren oder – das, was ich persönlich für am unwahrscheinlichsten halte – wir sind allein im Universum, da Leben ein fast einmaliger Zufall ist.

Zivilisationen Leben (nicht) ewig

Haben Aliens ein zu hohen technischen Stand, sodass sie sich durch einen Atomkrieg oder Seuchen ausgelöscht haben könnten sie nur wenige Jahrtausende leben und wieder untergehen. Doch beherrscht eine Spezies erst einmal die interstellare Raumfahrt, könnte sie praktisch ewig leben. Und noch interessanter ist, dass wenn eine Zivilisation ihren Planeten verlässt und sich über mehrere Planeten verbreitet, sie sich auch biologisch in mehrere verschiedene Spezies aufteilen kann. Oder sie hat wie wir Menschen gelernt, ihr eigenes Erbgut  zu verändern und so unsterblich geworden. Laut der sogenannten Ungeziefertheorie zerstört sich eine Zivilisation welche technisch zu hochentwickelt ist zwangsläufig selbst. Das Universum hat eine Art Notbremse für das Verbreiten von Aggressivität im Universum.

 

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