Der G20-Gipfel in Hamburg: Ergebnisse und Folgen

Nein, heute nicht am Mittwoch, da der G20-Gipfel ein aktuelles Thema ist, ich aber auch meine Serie zum Max-Planck-Institut nicht unterbrechen wollte. Diesen Mittwoch geht es mit der Serie also weiter. Trotz Sommerferien.

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Was der G20-Gipfel ist

Genzenlose Solidarität: Das Motto, welches der G20-Gipfel in Hamburg trug war für die Einwohner der Metropole nicht unbedingt spürbar. Denn was in der Nacht zum 08.07.2017 geschah hatte damit wenig zutun. Zu den tatsächlichen Ergebnissen des Gipfels kommen wir später. Doch das drum herum war nicht weniger spektakulär. Die Einwohner Hamburgs sind geschockt als sie ihre Stadt am nächsten Morgen wiedersahen. eGanze Stadtteile standen in Flammen, Scheiben waren eingeschlagen und Häuser ausgeraubt. Als man die Einwohner Hamburgs befragte waren sich alle einig: So kennen sie Hamburg nicht. Die 20 Staaten die beim G20-Gipfel in Hamburg über globale Situationen wie den Welthandel und vor allem den Kilmawandel diskutierten, waren nicht die einizgen, für die das eine Nacht war, die sie so schnell nicht mehr vergessen werden.

Kimaschutz: Uneinigkeiten mit den USA

Altona: Einer der schönsten Stadtteile Hamburgs steht in der Nacht zum Samstag in Flammen

Einer der Staaten isolierte sich im Thema Klimaschutz: die USA. Sie beteiligten sich nicht am Hamburger Aktionsplan, einem Plan, der der Umsetzung des Klimaschutzes dient. Also nur 19 Staaten, die sie an der Diskussion um den Klimaschutz beteiligen. Auch Frankreichs Präsident widmete sich der Umsetzung der Ziele des Pariser Klimaabkommens, über das ich schon einmal schrieb. Insgesamt betrachten die Meisten das Ergebnis als ernüchternd, aber auch nicht als absolute Enttäuschung. Die Umsetzung der sich genommenen Ziele ist wohl schwieriger als man sich vorgestellt hat. Nicht nur Deutschland möchte nachhaltige und regenerative Energien fördern. Auch soll die Gleichstellung der Geschlechter gefördert werden. Auch Terrorismus und Nationale Sicherheit war ein Thema. Etwas verabschiedet wurde dann aber letztenendlich nicht.

Horrornacht für Hamburg

Überschattet wurden die Verhandlungen aber von Protesten friedlicher und gewalttätiger Art. Das Ganze überall, in ganz Deutschland und nicht nur in Hamburg. Dort aber ganz sicher am schlimmsten. Brennende Häuser, eingeschlagene Scheiben und Warnschüssse. Eine wahre Horrornacht für Hamburg. Mit am härtesten bekam es der Stadtteil Altona ab. Berufspendler hatten große Schwierigkeiten in die Stadt zu kommen. An Bedeutung gewann Hamburg sicher, der Preis den es dafür zahlen muss ist jedoch hoch.

Die Polizei hatte das Ganze nicht immer unter Kontrolle. Das war aber auch nicht möglich. Demonstranten durften ihre Meinung äußern, was in einem Staat meiner Meinung nach sehr wichtig ist, vermummt sein durften sie nicht, woran sich nicht immer gehalten wurde. Wenn man die Fotos sieht, denkt niemand auch nur ansatzweise, dass sich dieser Horror in Hamburg abspielt. Schwer bewaffnete Polizisten stürmen ein Haus im Schanzenviertel. DIe Flammen dort sprießten Meter in die Luft. Ein Supermarkt wurde wurde von Randalierern geplündert. Und das alles in einer deutschen Metropole. Vor dem Millerntor-Stadion setzte die Polizei Wasserwerfer ein, da die Polizisten von Randalierern mit Steinen und Glasflaschen abgeworfen wurden.

„Keiner stoppt den linken Mob“, das stand auf der Bild-Titelseite. Dies ist allerdings weit von der Wahrheit entfernt. Es protestierten etwas 100.000 Menschen in Hamburg gegen den G20-Gipfel. Aufgefallen sind aber nur 8000. Davon stand in der Bild nichts und wahrscheinlich in 95% der anderen Medien auch nicht. Am meisten fielen die 1000 Demonstranten des sogenannten schwarzen Blockes. Der schwarze Block ist keine Gruppe von Menschen. Er ist eine Demonstrationsart. Auch auf Demos anderer Extremisten wird der schwarze Block gebildet. Welches Prolem haben die Demonstranten, gegen was protestieren sie genau? Viele sind einfach nur gegen das Konzept der G20. Die 20 reichsten und mächtigsten Staaten entscheiden über die Zukunft von fast 200. Anderseits konnten sich noch nicht einmal 20 Staaten einigen, wie sieht es dann mit 200 aus? Das wäre ein einziges heilloses Chaos.

4 Kommentare

  1. Hallo Jay-Jay,

    ich fand deinen Artikel sehr interessant und bin vorallem wegen deiner neutralen Berichterstattung erstaunt. Du hast nicht deine Meinung als Anhaltspunkt für die Recherche genommen, sondern Fakten genannt. Das merkt man beispielsweise daran, dass du betonst, dass auf der Demonstration auch viele „friedliche“ Demonstranten waren. Tolle Leistung! Ich wünsche mir mehr Artikel von dir, in denen es um Politik geht.

    LG, Felix

  2. Hallo lieber Jay-Jay,
    dein G20Artikel hat auch mir gut gefallen. Ohne störende Untertöne, die inzwischen üblich geworden sind. Deine nüchterne Betrachtung auf den G20 hat mir nochmal deutlich gemacht, wie sehr mich die tendenziöse Bericht stören. Grüße aus Berlin und Danke für die Arbeit, die du dir machst.

    1. Hallo Johanna,
      die tendenziösen Berichte nerven auch mich sehr, das sie die Situation aus einem eingeschränkten Blickwinkel zeigen und sie so niemals richtig darstellen können. Meistens zumindest macht das Schreiben der Beiträge sehr viel Spaß. Sachliche Artikel schreibe ich gerne. Ich freue mich über deinen Kommentar.
      Jason

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