Das Pariser Klimaabkommen: Steht es vor dem Aus?

„Weltrettungszirkus?“

Gerade verkündete die USA die Verabschiedung vom Pariser Klimaabkommen, schon werden auch die falschen Stimmen in Deutschland laut. Das der Klimawandel nichts mit „Weltrettungszirkus“ zu tun hat, ist vielen nicht klar. Während die Vorteile der Erderwärmung hervorgerufen werden, wie eine Eisfreie Nordpassage und steigende Fischfänge, werden die fatalen Konsequenzen außer Acht gelassen. Wenn selbst das gemeinsame Ziel der Erderwärmung auf unter 2°C zu begrenzen (was nur Schadensbegrenzung wäre. Denn 2°C reichen und das gesamte grönländische Eis schmelzen zu lassen) nun aus den Augen gerät, sind die Auswirkungen größer, als der bloße Anstieg des Meeresspiegels. Doch auch dieser allein hat schwere Folgen. Erstmals hat „National Geographic“ eine Landkarte Europas erstellt auf der Europa dargestellt wird, wenn das gesamte irdische Eis schmelzen würde. Folglich würde der Meeresspiegel um ca. 66 m ansteigen und Städte wie Amsterdam, Bagdad, Odessa, Kuwait Stadt, Venedig und Dubai im Meer verschlingen. Andere Teile vom Festland wandeln sich in Insel oder Halbinseln um. Zwar wären 66 Meter der Extremfall und soweit wird es wohl nicht kommen, doch auch 2°C reichen um die Heimat von allen Menschen die in Küstennähe leben versinken zu lassen. All sie werden zu Flüchtlingen. Doch was bedeutet es, wenn das Pariser Klimaabkommen zerbricht und was steht überhaupt darin?

Pariser Klimaabkommen
Bereits in einigen Jahrzehnten könnten viele europäische Städte versunken sein. Wenn man bis in die zweite Hälfte des Jahrhunderts denkt, ist unsere Welt dem Untergang geweiht. Nun versuchen Staaten weltweit, dies zu verhindern.

Was ist das Pariser Klimaabkommen überhaupt?

Das Pariser Klimaabkommen ist eine Vereinbarung von 195 Mitgliedstaaten. Drei Staaten kennen es nicht an. Syrien, der mittelamerikanische Staat Nicaragua und die USA. Nach China ist die USA der größte Klimasünder. Obwohl die Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens der USA ein schwerer Schlag ist, darf man sich davon nicht entmutigen lassen. Anstatt sich über die Entscheidung der USA aufzuregen, sollte man sich darauf konzentrieren, dass Entwicklungsländer wie Indien große Fortschritte in Sachen Klimaschutz machen. Diese Länder gehen mit gutem Beispiel vorweg. Auch die USA ist ein Land das durchaus positiv vorweg gehen könnte. Doch auch in Deutschland werden Gegner des Pariser Klimaabkommens laut. „Merkels Klimapolitik währe grundlegend falsch, man sollte sich besser auf die Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten, anstatt zu versuchen ihn zu verhindern. Was genau steht im Pariser Klimaabkommen?

 

Ziele des Pariser Klimaabkommen

Auf der Klimakonferenz 2011 im südafrikanischen Durban setzten sich die teilnehmenden ein großes Ziel. Einen globalen Klimavertrag, der alle Staaten zum Klimaschutz verpflichtet und die Ära der fossilen Brennstoffe beendet. Vier Jahre hat es gedauert bis in Paris so ein Vertrag geschlossen wurde. 32 Seiten hat das Pariser Klimaabkommen und mehrere Ziele:

 

Beschränkung der menschengemachten Erderwärmung auf 1,5 C°

Die Beschränkung der menschengemachten Erderwärmung aus 1,5 C° ist in §17 festgehalten. Dieses Ziel ist sehr schwer zu erreichen, da allein um das 2C°-Ziel zu erreichen die Emissionen 2030 44 Milliarden t nicht überschreiten dürfte. Denn nach den Klimaplänen der einzelnen Nationen werden die Emissionen 2030 55 Milliarden t betragen. Viele Nationen sind offenbar sehr optimistisch, denn im Pariser Klimaabkommen steht, dass die Menschheit in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts klimaneutral werden muss. Das bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgestoßen werden darf, als wieder absorbiert wird, zum Beispiel durch Regenwälder. Dann hätte die menschengemachte Erderwärmung ein Ende.

 

Erneuerbare Energien

Das Pariser Klimaabkommen besteht darauf, dass erneuerbare Energien in allen Ländern von der Regierung gefördert werden. Besonders genannt werden afrikanische Staaten.

Vorteile zum Kyoto-Protokoll

Der Vorgänger, das Kyoto-Protokoll, verpflichtete nur Industriestaaten zum Klimaschutz. Mit dem Pariser Klimaabkommen verpflichteten sich erstmals alle UN-Mitgliedstaaten zum Schutz der Umwelt.

 

Finanzierung des Abkommens

Wohlhabende Industriestaaten sollen zwischen 2020 und 2025 100 Milliarden Dollar in Klimaschutz investieren. Andere Länder können sozusagen „freiwillig“ einen finanziellen Beitrag leisten. Wenn das Jahr 2025 endet, soll die Finanzierung des Klimaschutzes neu besprochen werden.

 

Schutz von CO2 absorbierenden Öko-Systemen

1/5 der globalen CO2-Emissionen sind auf Abholzen der Wälder zurückzuführen. Das Pariser Klimaabkommen verpflichtet die Staaten zu „Bewahrung und Erweiterung von Senken und Reservoiren“ Auch für Ozeane gilt dies. Leider werden Flugzeug und Schiffsverkehr nicht mitberücksichtigt.

 

Menschenrechte

Das Pariser-Klimaabkommen berücksichtigt ebenfalls, dass Menschenrechte für den Klimawandel nicht verletzt werden dürfen. Vor allem Saudi-Arabien hat sich mit dieser Regel schwergetan, letztlich aber zugestimmt. Auch die Gleichberechtigung der Geschlechter gehört dazu. Dem Menschenrechtsrat der UN gehört der arabische Wüstenstaat allerdings auch an.

 

Realisierbare Ziele?

Was passiert, wenn das 2C°-Ziel erreicht wird? Wird das dann die Rettung sein? Nein, wenn die Temperatur auf der Erde um 2C° steigt, wird der grönländische Eispanzer komplett schmelzen. Was dann passiert hat „National Geographic“ auf seiner Karte dargestellt. Doch auch das 1,5C°-Ziel ist keine Lösung, denn auch dies reicht um einen Großteil des grönländischen Eises schmelzen zu lassen. Nur die Klimaneutralität, die im Vertrag für die zweite Hälfte dieses Jahrhunderts vorgesehen ist, wäre eine Rettung für die Erde. Doch bis dahin wird es für vieles schon zu spät sein. Diese Systeme haben teilweise über 1 Milliarden Jahre benötigt um zu entstehen und in den letzten 50 Jahren haben wir sie annähernd zerstört. Ein Planet erholt sich von so etwas nicht so schnell, wie es das Ozonloch zeigt. Zwar schließt es sich bereits, ist aber immer noch geschwächt. Im Letzten Jahrhundert wurden Klimaanlagen mit einem Stoff betrieben, der zwar wenig Emissionen ausstößt, aber dafür das Ozonloch stark beschädigt. Heute ist es verboten, aber falls der Klimawandel weiter voranschreitet, wird die Erde sich nicht so schnell erholen, möglicherweise vielleicht sogar gar nicht mehr. Das Pariser Klimaabkommen ist ein erster Schritt, jedoch ohne die USA schwer umzusetzen. Die Länder, die sich für die Erde einsetzten müssen nun umso stärker sein. Entwicklungsländer handeln mittlerweile vorbildlich, denn obwohl sie in der Top 10 der Klimasünder stehen, sind sie auf dem Weg der Besserung und zeigen Teilnahme am Klimaschutz. Diese Teilnahme ist größer, als der Ausstieg der USA und der Klimawandel kann auch ohne die USA verzögert oder beendet werden. Niemand kann die Teilnahme von so vielen Ländern am Schutz der Erde so einfach zerstören. Da müssen die Nationalisten, die in ihrem Staat die Welt sehen schon früher aufstehen! Aber wenn auch in den anderen Ländern, die Falschen laut werden, haben all die Menschen, die gegen das Abkommen sind ihr Ziel erreicht. Sie haben dafür gesorgt, dass wir unsere Ziele aus den Augen verlieren. Ich bin gerade ein mal elf Jahre alt und verstehe das von dem ich geschrieben habe natürlich auch. Wieso versteht ihr es nicht?

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