Blue Moon

Blue Moon: Wird diese Mondlandefähre die Astronauten 2024 auf den Mond bringen?

Mondlandefähre Blue Moon: „Ich bin auf der Oberfläche; und wenn ich nun für einige Zeit den letzten Schritt eines Menschen vom Mond Richtung Heimat machen werde, dann möchte ich sagen, was die Geschichte meiner Meinung nach festhalten wird: Amerikas Herausforderung von heute hat das Schicksal des Menschen von morgen geschmiedet. Wir verlassen jetzt Taurus-Littrow, wie wir einst gekommen sind und, wenn Gott es will, werden wir zurückkehren in Frieden und Hoffnung für die gesamte Menschheit.“, das sind die Worte mit denen sich Eugene Cernan 1972 als letzter Mensch von der Mondoberfläche verabschiedete.

Bis heute sind wir nicht zum Mond zurückgekehrt. Doch schon 2024 möchte die NASA Astronauten am Südpol des Mondes landen. Die Mondlandefähre, die die Astronauten aus dem Mondorbit auf die Oberfläche befördern soll, wird von privaten Unternehmen konstruiert werden. Im Oktober 2018 schloss die NASA einen Vertrag mit der Firma Blue Origin ab. Für 50.000 Euro hat die NASA auch Informationen über die potentiellen Landeplätze der zukünftigen Mondmissionen weitergegeben. Nun hat Jeff Bezos, Chef der Firma, die Mondlandefähre vorgestellt, die im nächsten Jahrzehnt auf dem Mond landen soll – und gibt fantastische Aussichten auf die Zukunft der Menschheit.

Spektakuläre Präsentation

Bevor Bezos seine Mondlandefähre vorstellte, wurde er tiefgründig. Sein Ziel sei die Konstruktion von großen Infrastrukturen im Deep Space. Dafür ging er auf die Idee der sogenannten O Neill-Kolonien ein. Die seien laut Bezos für die Kolonisierung des Sonnensystem unabdingbar. O Neill-Kolonien sind hypothetische riesige Zylinder, deren Innenseite bewohnbar ist und die durch eine Rotation künstliche Gravitation erzeugen. Auf die Kolonisierung des Alls legte er auch bei seinen Mondplänen großen Wert. Nach der Landung 2024 soll eine Kolonie auf der Oberfläche des Mondes aufgebaut werden. Schon in wenigen Jahrzehnten sollen dort dauerhaft über 100 Menschen leben. In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts sind auch Geburten auf dem Mond und riesige Raumstationen im All denkbar. Mit der Präsentation seiner Mondlandefähre fand er schließlich einen runden Abschluss – denn die soll das alles möglich machen und Astronauten auf die Oberfläche des Mondes bringen.

Die gesamte und wirklich sehr spektakuläre und animierte Präsentation von Jeff Bezos gibt es bei YouTube.

Vier Mondautos, Fracht und Menschen

Doch nicht nur das. Die Fähre ist für Astronauten, aber auch für Fracht. Vier Mondfahrzeuge, mit denen die Astronauten die Oberfläche des Mondes erkunden sollen können an Bord unterkommen. Geplant ist laut NASA auch, dass die Crew, die 2024 fliegen soll aus vier Besatzungsmitgliedern bestehen soll. Somit hätte jeder Astronaut sein eigenes Mondmobil. Die vier Astronauten sollen auch an Bord der Mondlandefähre Platzt haben. Auch andere Nutzlasten sollen transportiert werden können. Etwa Geräte, um auf dem Mond Rohstoffe abzubauen, Bestandteile zukünftiger Basen und Wissenschaftsexperimente. Der Teibstoff des Landefähre wurde extra so gewählt, dass man ihn auf dem Mond gewinnen kann.

Aufbau der Landefähre

Die Landefähre von Blue Origin mit dem Namen „Blue Moon“ hat ein innovatives und futuristisches Design, denn der Kern der Fähre ist eine Kugel, in der die Hauptlast untergebracht werden kann, etwa Mondrover oder Astronauten. An der Außenseite der Fähre können Satelliten befestigt werden, die im Mondorbit abgesetzt werden. Für das nötige Abbremsen bei der Landung hat Blue Origin ein ebenfalls komplett neues Triebwerk entwickelt, welches den Namen BE-7 trägt. Dieses Triebwerkes soll schon in wenigen Wochen, im Sommer diesen Jahres, erstmals eine Testzündung durchlaufen. 2024, also für die NASA rechtzeitig, soll die Fähre fertig sein.

Zukünftiger Einsatz von Blue Moon

Blue Moon soll in zwei verschiedenen Versionen gebaut werden. Die erste Version soll 3,6 Tonnen auf die Mondoberfläche bringen können und nicht für Astronauten ausgelegt sein. Mit ihr können Versorgungsgüter als Vorbereitung für bemannte Missionen zum Mond gebracht werden oder unbemannte Rover auf der Oberfläche gelandet werden. Dafür soll das sogenannte Lunar Orbital Platform-Gateway (LOP-G) dienen, das ist eine Raumstation, die vier Menschen etwa drei Monate Platz bietet. Die Mondlandefähre ist wiederverwendbar, da sie nicht zurück durch die Erdatmosphäre fliegen muss, sondern nur die „kurze“ Strecke zwischen LOP-G pendeln muss. Blue Origin steckte drei Jahre in die Entwicklung von Blue Moon, die Arbeiten begannen also schon lange, bevor klar war, dass schon relativ bald wieder Astronauten auf dem Mond landen werden.

Impressionen

Hier einige Bilder und Animationen der präsentierten Mondlandefähre.

Jeff Bezos bei der Präsentation

Animation der bemannten Version von Blue Moon auf dem Mond

Animation der unbemannten Version von Blue Moon auf dem Mond

So könnte die Landung auf dem Mond aussehen.

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