Adventskalender: S Ori 68

12.Dezember, S Ori 68

Ich habe zur Weihnachtszeit ein Adventskalender entworfen. Jeden Tag, bis Weihnachten, erscheint ein kurzer Beitrag über einen verrückten Exoplaneten. 24 von 2000 fremden Welten, die seit 1990 entdeckt wurden. Auf einigen regnet es Eisen, wüten Superstürme oder brechen Eisvulkane aus. Lange dachte man unser Sonnensystem wäre einzigartig. Nun wissen wir: Planeten sind überall! Nun suchen Astronomen den Jackpot. Sie suchen einen Planeten, der unserer eigenen Heimat ähnelt.

Vorallem überraschte Planetenjäger die unglaubliche Vielfalt der Exoplaneten. Der Himmel wurde neu entdeckt. Es gibt wesentlich mehr Planetenklassen als nur die unseres Sonnensystems:

Supererden

Supererden sind wie unsere Erde – nur größer. Sie sind das vielversprechenste Ziel der Astronomen, denn unter den Supererden könnten einige Paradise für Leben sein. Gesteinsplaneten, mit der Masse von Gasplaneten nennt man Mega – Erden.

Hot Jupiter

In unserem Sonnensystem befinden sich die Gasplaneten weit entfernt von der Sonne. Wir stellen da jedoch die Ausname. Die meisten Gasplaneten sind im Laufe der Zeit immer näher an ihren Heimatstern gewandert und haben sich dabei stetig aufgehitzt. Die Geburt eines Hot Jupiters.

Ozeanplaneten

Ozeanplaneten sind von einem globalen Ozean bedeckt. Es gibt keine Landmasse auf solchen Planeten.

Kohlenstoffplaneten

Unsere Erde besteht vor allem aus Silikaten, Gesteinsplaneten können jedoch auch aus anderen Grundbausteinen bestehen.

Pulsar-Planeten

Die ersten Exoplaneten die je entdeckt wurden umkreisen einen Pulsar. Sie sind regelmäßig tödlicher Dosis an Strahlung ausgesetzt. Diese macht Leben auf diesen seltsamen Planeten unmöglich.

Eisenplaneten

Der Merkur besteht zu 80% aus Eisen. Es wären auch Planeten denkbar, die komplett aus Eisen bestehen.

Hot Neptunes

Diesen neptungroßen Planeten blühte das selbe Schicksal wie ihre größeren Geschwistern, den Hot Jupiters.

Braune Zwerge

Braune Zwerge sind keine richtige Planeten, worüber ich schon einmal geschrieben habe. Doch sie können ebenfalls Teil eines Planetensystems oder sogar selbst das Zentralgestirn

Dies sind lange nicht alle Planetenklassen. Vermutlich gibt es auch noch unzählige, die wir noch nicht kennen. Es gibt beispielsweise auch eine Supervenus, einen extragalaktischen Planeten oder einen superhabitablen Planeten. Doch nun zum heute vorgestellten Planeten.

Waisenplaneten

Ist doch seltsam, diesmal ist gar kein b der letzte Laut des Exoplanetennamen. Doch wieso das? Weil S Ori 68 als einsamer Vagabund durch den interstellaren Raum schwebt. Denn er ist ein Planet, welcher keinen Stern umkreist. Deswegen herrscht ewige Dunkelheit auf diesem Planeten. Derzeit befindet sich das Objekt 1400 Lichtjahre von uns entfernt. Doch es wandert. Aber vermutlich hatte auch unser Sonnensystem einst mehr Planeten als heute. Doch im großen Bombardement vor 3,8 Milliarden Jahren, sorgten Jupiter und Saturn durch ihre Bahnresonanz für heilloses Chaos im Sonnensystem. Denn Einige Planeten stürzten in die Sonne, Uranus und Neptun tauschten mehrmals ihre Bahnen, der Erdmond entstand und vermutlich wurden auch einige Planeten aus unserem Sonnensystem geschleudert und sind nun Waisenplaneten wie S Ori 68

S Ori 68
Es gibt vermutlich mindestens genau so viele Waisenplaneten wie Sterne.

Ein Planet mitten im All

Als Astronomen diese Planeten das erste Mal sahen trauten sie ihren Augen nicht. Doch mittlerweile wissen wir, dass es mindestens genau so viele Waisenplaneten gibt wie Sterne. Aber das ist nicht alles, denn diese Planeten können nach ihrer ewigen Zeit in Finsternis auch wieder in einem anderen Sonnensystem ankommen und in dieses eindringen. Dort sorgen sie mit ihrer Gravitation jedoch dafür, dass auch dort Planeten von ihrem Stern getrennt werden und auch zu Waisenplaneten werden.

Name: S Ori 68

Zentralstern: keinen

Entfernung zur Erde: 1400 Lichtjahre

Masse: 5 Jupitermassen

Orbit um Zentralstern: –

Noch ein Beispiel für einen Waisenplaneten.

Danke fürs Teilen dieses Beitrags.

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