Adventskalender: MOA-2007-BLG-192Lb

9.Dezember, MOA-2007-BLG-192Lb

Ich habe zur Weihnachtszeit ein Adventskalender entworfen. Jeden Tag, bis Weihnachten, erscheint ein kurzer Beitrag über einen verrückten Exoplaneten. 24 von 2000 fremden Welten, die seit 1990 entdeckt wurden. Auf einigen regnet es Eisen, wüten Superstürme oder brechen Eisvulkane aus. Lange dachte man unser Sonnensystem wäre einzigartig. Nun wissen wir: Planeten sind überall! Nun suchen Astronomen den Jackpot. Sie suchen einen Planeten, der unserer eigenen Heimat ähnelt.

Vorallem überraschte Planetenjäger die unglaubliche Vielfalt der Exoplaneten. Der Himmel wurde neu entdeckt. Es gibt wesentlich mehr Planetenklassen als nur die unseres Sonnensystems:

Supererden

Supererden sind wie unsere Erde – nur größer. Sie sind das vielversprechenste Ziel der Astronomen, denn unter den Supererden könnten einige Paradise für Leben sein. Gesteinsplaneten, mit der Masse von Gasplaneten nennt man Mega – Erden.

Hot Jupiter

In unserem Sonnensystem befinden sich die Gasplaneten weit entfernt von der Sonne. Wir stellen da jedoch die Ausname. Die meisten Gasplaneten sind im Laufe der Zeit immer näher an ihren Heimatstern gewandert und haben sich dabei stetig aufgehitzt. Die Geburt eines Hot Jupiters.

Ozeanplaneten

Ozeanplaneten sind von einem globalen Ozean bedeckt. Es gibt keine Landmasse auf solchen Planeten.

Kohlenstoffplaneten

Unsere Erde besteht vor allem aus Silikaten, Gesteinsplaneten können jedoch auch aus anderen Grundbausteinen bestehen.

Pulsar-Planeten

Die ersten Exoplaneten die je entdeckt wurden umkreisen einen Pulsar. Sie sind regelmäßig tödlicher Dosis an Strahlung ausgesetzt. Diese macht Leben auf diesen seltsamen Planeten unmöglich.

Eisenplaneten

Der Merkur besteht zu 80% aus Eisen. Es wären auch Planeten denkbar, die komplett aus Eisen bestehen.

Hot Neptunes

Diesen neptungroßen Planeten blühte das selbe Schicksal wie ihre größeren Geschwistern, den Hot Jupiters.

Braune Zwerge

Braune Zwerge sind keine richtige Planeten, worüber ich schon einmal geschrieben habe. Doch sie können ebenfalls Teil eines Planetensystems oder sogar selbst das Zentralgestirn

Dies sind lange nicht alle Planetenklassen. Vermutlich gibt es auch noch unzählige, die wir noch nicht kennen. Es gibt beispielsweise auch eine Supervenus, einen extragalaktischen Planeten oder einen superhabitablen Planeten. Doch nun zum heute vorgestellten Planeten.

Ein rotes Schimmern

Stellt euch vor ihr seht zum Himmel. Wenn ihr nach oben seht, seht ihr einen prall gefüllten Sternhimmel. Irgendwo dort, schimmert schwach, in rötlichem Licht ein kleiner Roter Zwergstern. Dieser Anblick könnte sich auf MOA-2007-BLG-192Lb bieten, denn der umkreist den kleinsten bekannten Stern. Doch er liegt nur ganz knapp über der Massegrenze für einen Stern und hat 6% der Sonnenmasse. Somit könnte es sich auch um einen Braunen Zwerg handeln. Dem entsprechend ist er am Sternhimmel seines Exoplanetens MOA-2007-BLG-192Lb kaum von anderen Sternen zu unterscheiden. Doch der Himmel schimmert nicht nur rötlich, sondern der Planet ist natürlich auch tiefgefroren. Die errechnete Temperatur entspräche zwar ungefähr der, des Plutos. Da der Planet jedoch 3,3 Erdmassen aufweist, besitzt er wohl eine dicke Atmosphäre, welche etwas höhere Temperaturen ermöglicht.

MOA-2007-BLG-192Lb
MOA-2007-BLG-192Lb ist die kleinste je entdeckte Supererde.

Wie klein ein Planetensystem werden kann

MOA-2007-BLG-192Lb umkreist seinen Zentralstern in 0,6 Astronomischen Einheiten, was etwa dem Abstand von der Venus zur Sonne entspricht. Trotz dem ist es auf dem Planeten so kalt. Weil ein Stern nicht kleiner sein kann als MOA-2007-BLG-192Lb und auch der Planet relativ massearm ist, markiert das Sternsystem bis jetzt die untere Grenze. Doch mit dem neuen James Webb Space Telescope wird man diese vermutlich sehr häufige Art von Planetensystem auch direkt sehen können.

Name: MOA-2007-BLG-192Lb

Zentralstern: MOA-2007-BLG-192L

Entfernung zur Erde: 3.000 Lichtjahre

Masse: 3,3 Erdmassen

Orbit um Zentralstern: 728 Erdentage

 

 

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