Adventskalender: Kepler-10c

14.Dezember, Kepler-10c

Ich habe zur Weihnachtszeit ein Adventskalender entworfen. Jeden Tag, bis Weihnachten, erscheint ein kurzer Beitrag über einen verrückten Exoplaneten. 24 von 2000 fremden Welten, die seit 1990 entdeckt wurden. Auf einigen regnet es Eisen, wüten Superstürme oder brechen Eisvulkane aus. Lange dachte man unser Sonnensystem wäre einzigartig. Nun wissen wir: Planeten sind überall! Nun suchen Astronomen den Jackpot. Sie suchen einen Planeten, der unserer eigenen Heimat ähnelt.

Vorallem überraschte Planetenjäger die unglaubliche Vielfalt der Exoplaneten. Der Himmel wurde neu entdeckt. Es gibt wesentlich mehr Planetenklassen als nur die unseres Sonnensystems:

Supererden

Supererden sind wie unsere Erde – nur größer. Sie sind das vielversprechenste Ziel der Astronomen, denn unter den Supererden könnten einige Paradise für Leben sein. Gesteinsplaneten, mit der Masse von Gasplaneten nennt man Mega – Erden.

Hot Jupiter

In unserem Sonnensystem befinden sich die Gasplaneten weit entfernt von der Sonne. Wir stellen da jedoch die Ausname. Die meisten Gasplaneten sind im Laufe der Zeit immer näher an ihren Heimatstern gewandert und haben sich dabei stetig aufgehitzt. Die Geburt eines Hot Jupiters.

Ozeanplaneten

Ozeanplaneten sind von einem globalen Ozean bedeckt. Es gibt keine Landmasse auf solchen Planeten.

Kohlenstoffplaneten

Unsere Erde besteht vor allem aus Silikaten, Gesteinsplaneten können jedoch auch aus anderen Grundbausteinen bestehen.

Pulsar-Planeten

Die ersten Exoplaneten die je entdeckt wurden umkreisen einen Pulsar. Sie sind regelmäßig tödlicher Dosis an Strahlung ausgesetzt. Diese macht Leben auf diesen seltsamen Planeten unmöglich.

Eisenplaneten

Der Merkur besteht zu 80% aus Eisen. Es wären auch Planeten denkbar, die komplett aus Eisen bestehen.

Hot Neptunes

Diesen neptungroßen Planeten blühte das selbe Schicksal wie ihre größeren Geschwistern, den Hot Jupiters.

Braune Zwerge

Braune Zwerge sind keine richtige Planeten, worüber ich schon einmal geschrieben habe. Doch sie können ebenfalls Teil eines Planetensystems oder sogar selbst das Zentralgestirn

Dies sind lange nicht alle Planetenklassen. Vermutlich gibt es auch noch unzählige, die wir noch nicht kennen. Es gibt beispielsweise auch eine Supervenus, einen extragalaktischen Planeten oder einen superhabitablen Planeten. Doch nun zum heute vorgestellten Planeten.

groß, alt und schwer

Ab einer gewissen Masse wird aus einem Gesteinsplanet ein Gasplanet. Bei 17 Erdmassen würde man dies wohl vermuten. Doch Kepler-10c hat diese 17 Ermassen und ist trotzdem ein Gesteinsplanet. Aber nicht nur das, mit einer Dichte von 7 g pro Kubikzentimeter ist er auch noch sehr dicht. Allerdings ist das System über 11 Milliarden Jahre alt, ist also schon knapp 3 Milliarden Jahre vor dem Urknall entstanden. Denn sein Stern gehört zur ersten Generation von Sternen. Da wir seit seiner Entdeckung keinen vergleichbaren Planeten entdeckt haben, entstanden solche Planeten wahrscheinlich nur in dieser Zeit.

Kepler-10c
Aufgrund seiner hohen Masse verfügt Kepler-10c über eine Dicke Atmosphäre.

Eine Mega-Erde

Der Planet gehört einer neuen Planeten Klasse mit extrem hoher Masse und Dichte an. Deswegen wurde die Planetenart Mega-Erde genannt. Da es sich bei Kepler-10c um den massereichsten je entdeckten Gesteinsplanet handelt, hat er wohl eine dicke Atmosphäre. Doch Kepler-10c ist nicht alleine in seinem System, er hat einen inneren Nachbarplaneren namens Kepler-10b. Wenn in heutiger Zeit ein Planet wie er entsteht, wird er zu einem Gasriese wie der Neptun, doch früher war die Entstehung eines solchen Planeten anscheinend möglich. Jedoch wissen wir bis heute nicht wie.

Name: Kepler-10c

Zentralstern: Kepler-10

Entfernung zur Erde: 550 Lichtjahre

Masse: 17 Erdmassen

Orbit um Zentralstern: 45 Erdentage

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