Adventskalender: HD 209458 b

16.Dezember, HD 209458 b

Ich habe zur Weihnachtszeit ein Adventskalender entworfen. Jeden Tag, bis Weihnachten, erscheint ein kurzer Beitrag über einen verrückten Exoplaneten. 24 von 2000 fremden Welten, die seit 1990 entdeckt wurden. Auf einigen regnet es Eisen, wüten Superstürme oder brechen Eisvulkane aus. Lange dachte man unser Sonnensystem wäre einzigartig. Nun wissen wir: Planeten sind überall! Nun suchen Astronomen den Jackpot. Sie suchen einen Planeten, der unserer eigenen Heimat ähnelt.

Vorallem überraschte Planetenjäger die unglaubliche Vielfalt der Exoplaneten. Der Himmel wurde neu entdeckt. Es gibt wesentlich mehr Planetenklassen als nur die unseres Sonnensystems:

Supererden

Supererden sind wie unsere Erde – nur größer. Sie sind das vielversprechenste Ziel der Astronomen, denn unter den Supererden könnten einige Paradise für Leben sein. Gesteinsplaneten, mit der Masse von Gasplaneten nennt man Mega – Erden.

Hot Jupiter

In unserem Sonnensystem befinden sich die Gasplaneten weit entfernt von der Sonne. Wir stellen da jedoch die Ausname. Die meisten Gasplaneten sind im Laufe der Zeit immer näher an ihren Heimatstern gewandert und haben sich dabei stetig aufgehitzt. Die Geburt eines Hot Jupiters.

Ozeanplaneten

Ozeanplaneten sind von einem globalen Ozean bedeckt. Es gibt keine Landmasse auf solchen Planeten.

Kohlenstoffplaneten

Unsere Erde besteht vor allem aus Silikaten, Gesteinsplaneten können jedoch auch aus anderen Grundbausteinen bestehen.

Pulsar-Planeten

Die ersten Exoplaneten die je entdeckt wurden umkreisen einen Pulsar. Sie sind regelmäßig tödlicher Dosis an Strahlung ausgesetzt. Diese macht Leben auf diesen seltsamen Planeten unmöglich.

Eisenplaneten

Der Merkur besteht zu 80% aus Eisen. Es wären auch Planeten denkbar, die komplett aus Eisen bestehen.

Hot Neptunes

Diesen neptungroßen Planeten blühte das selbe Schicksal wie ihre größeren Geschwistern, den Hot Jupiters.

Braune Zwerge

Braune Zwerge sind keine richtige Planeten, worüber ich schon einmal geschrieben habe. Doch sie können ebenfalls Teil eines Planetensystems oder sogar selbst das Zentralgestirn

Dies sind lange nicht alle Planetenklassen. Vermutlich gibt es auch noch unzählige, die wir noch nicht kennen. Es gibt beispielsweise auch eine Supervenus, einen extragalaktischen Planeten oder einen superhabitablen Planeten. Doch nun zum heute vorgestellten Planeten.

Benannt nach dem Totengott

HD 209458 b ist kein besonders schöner Name für einen so fürchterlichem Ort. Deswegen gaben kreative Astronomen dem Planeten den Spitznamen Osiris, der war in der Kultur der alten Ägypter der Totengott. Der Planet gehört zur Klasse der Hot Jupiters, jener Gasplaneten, welche sich sehr nah um ihren Stern bewegen und deswegen extrem hohe Temperaturen haben. Denn der Orbit ist acht mal enger als Merkurs und das bei einem sonnenähnlichen Stern. Doch eine Temperatur von über 1000 K ergibt sich aus dieser unangenehmen Situation.

HD 209458 b
HD 209458 brennt hell und groß am Himmel des Gasplaneten.

Tonnen von Gas

Wie bei WASP-12b, 51 Pegasi b und vielen anderen Hot Jupiters zieht HD 209458 b einen Schweif aus Wasserstoff und Helium hinter sich, doch das ist bei der Temperatur auch nicht verwunderlich. Diese jedoch kommt von der geringen Umlaufzeit von 3,5 Erdentagen. Wegen der geringen Dichte des Planeten, macht der Kern wohl nur einen kleinen Prozentsatz seiner Masse aus. Der größte Teil besteht hingegen aus leichteren Elementen wie Wasserstoff und Helium. Wegen der unglaublich großen Masse des Planeten konnte er mit der Transitmethode. Wenn der Planet zwischen der Erde und dem Stern vorbeizieht. Dabei verdunkelt er ihn und diese Verdunklung ist auf der Erde zu messen.

Name: HD 209458 b

Zentralstern: HD 209458

Entfernung zur Erde: 160 Lichtjahre

Masse: 1/3 Jupitermassen

Orbit um Zentralstern: 3,5 Erdentage

So entdeckt man einen Exponenten.

Kommentar verfassen